Gibt es ein Gen für mehr Energie?

Gibt es ein Gen für mehr Energie

Sobald man seine Leistungsfähigkeit, sei es geistig oder körperlich erhöhen möchst, stößt man auf die Bedeutung der Mitochondrien im menschlichen Körper.

Was versteht man unter Mitochondrien?

Bei Mitochondrien handelt es sich um die Kraftwerke der Zellen. Diese kleinen Zellorganellen sind unter anderem für die Produktion von Adenosintriphosphat verantwortlich. Damit Zellen richtig funktionieren, benötigen sie ATP. In jeder Zelle befinden sich tausende Mitochondrien, die sich wie der Körper in einem fortwährenden Prozess befinden. Sie vermehren sich, werden verbraucht, wachsen wieder nach und werden dann abgebaut.

Ist es wichtig, Mitochondrien zu optimieren?

Von Mitochondrien wird das ATP aus den Makronährstoffen Fette und Kohlehydrate gebildet. Veraltete Mitochondrien sind immer weniger in der Lage, Fettsäuren zu verbrennen. Daher benötigen sie zur Energiegewinnung Glukose. Jedoch entstehen durch Glukose freie Radikale, die den Selbstzerstörungsprozess begünstigen. Folgen sind starke Zucker- und Kohlehydarte -Abhängigkeit sowie zunehmende Fettablagerungen. Erkrankungen und Umwelteinflüsse können die Funktion der Mitochondrien negativ beeinflusssen oder komplett zerstören. So wird die Energieversorgung der Organe und Zellen verschlechtert.

Wie werden Mitochondrien vermehrt?

Auf äußere Umwelteinflüsse, wie beispielsweise Nahrungsknappheit, reagiert eine Zelle flexibel. Damit der Organismus überleben kann, muss eine minimale Produktion von ATP garantiert werden. Das spezielle Protein AMPk dient als Sensor für den aktuellen Energiestatus einer Zelle, AMpk aktiviert zusammen mit Sirt1 PGC1-alpha. Dieses Protein ist dafür verantwortlich, dass sich Mitochondrien vermehren, Zusätzlich aktiviert es auch für den Fettstoffwechsel zuständige Gene.

Wie bilden sich nun ATP und gesunde Mitochondrien ?

Damit ATP, also Energie produziert wird, sind Kalzium, Phosphor, Magnesium und Enzyme wichtig. Da Enzyme Eisen enthalten, können sie nur dann gebildet werden, wenn davon im Körper eine ausreichende Menge vorhanden ist. Normalerweise werden Phosphor und Kalzium durch die Ernährung genügend aufgenommen. Falls Vitamin D zu niedrig ist, kann die Aufnahme von Phosphor und Kalzium im Darm gestört werden. Für den Energiestoffwechsel ist Magnesium ebenfalls sehr wichtig.

Wie gelingt es, Mitochondrien auf natürliche Weise zu vermehren?

Kälte- und Höhentraining regen die Bildung von neuen Mitochondrien an. Jedoch darf eine bestimmte Belastungsgrenze nicht überschritten werden, damit der Körper nicht zu sehr belastet wird. Ein einfaches Training, das eigentlich von jeder Person durchgeführt werden kann, ist einfach kaltes Duschen. So kann die Atmung in den Muskelzellen und mitochondriale Biogenese stimuliert werden. Eine weitere Methode sind Eisbäder. Jedoch ist dies wesentlich schwieriger durchzuführen und wird auch nicht von allen Menschen optimal vertragen.

Höhentraining kann sich ebenfalls auf die Bildung von Mitochondrien auswirken. Jedoch darf es nur unter der Voraussetzung stattfinden, dass eine Person durch die anderen Umweltbedingungen nicht überfordert wird. Durch die höhere, sauerstoffarme Lage finden interessante Anpassungsmechanismen der Mitochondrien statt. Bereits nach Minuten und wenigen werden Veränderungen bemerkbar, die Blutneubildung übertreffen. Höhentraining steigert auch die mitochondriale Fähigkeit der Fettverbrennung. Jedoch sollte immer ein optimaler Belastungsbereich eingehalten werden.

Damit sich neue Mitochondrien in den Muskelfasern bilden, ist Ausdauertraining sehr empfehlenswert. Sobald sich der Energiebedarf der Zelle erhöt, müssen neue Mitochondrien gebildet werden.

Natürlich spielt auch die Ernährung eine wesentliche Rolle. Bei der Ernährungsform Ketose werden die Kohlenhydrate stark reduzier. So muss der Körper als Energiequelle auf Fett zurückgreifen. Dank dieser speziellen Ernährung kann die mitochondriale Dichte steigen. Durch Kalorienrestriktion entstehen auch neue Mitochondrien, da der Körper nicht genügend Energie herstellen kann. Jedoch ist es möglich, dass sich eine Kalorienrestriktion negativ auf die Gesundheit auswirkt. Als Alternative sollten man auf intermittierendes Fasten zurückgreifen.

Erhöhung mitochondrialer Effizienz und Dichte durch Nahrungsergänzungsmittel

Es gibt einige Nahrungsergänzungsmittel, die sich positiv auf die Bildung von Mitochondrien auswirken. Alpha-Liponsäure dient dazu, die mitochondriale Funktion zu fördern, oxidative Schäden zu reduzieren und die metabolische Rate zu erhöhen. Durch PQQ wird ebenfalls die Energieproduktion und das Wachstum der Mitochondrien gefördert. Am Energiestoffwechsel ist CoQ10 wesentlich beteiligt. Obwohl es vom Körper selbst hergestellt wird, nimmt die Konzentration mit steigendem Alter ab. Bei einer Nahrungsergänzung sollte man berücksichtigen, dass Ubiquinol eine optimierte Bioverfügbarkeit aufweist. Auch bei der Einnahme von Reservatrol, das im Rotwein enthalten ist, konnten positive Reaktionen und lebensverlängernde Effekte auf die Mitochondrien beobachtet werden.

Warum sollte man sich mit Mitochondrien beschäftigen?

Man kann Mitochondrien als Kraftwerke jeder Zelle bezeichnen, die aus Kohlehydraten und Fett ATP herstellen. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich um die Pflege der Mitochondrien zu kümmern. Eine Einschränkung kann verschiedene Krankheiten oder einen Leistungsabfall bewirken. Damit dem Organismus immer genügend Energie zur Verfügung steht, vermehren sich Mitochondrien. Jedoch ist es wichtig, dass eine Grundvoraussetzung für gesunde Mitochondrien gegeben ist. Es ist möglich, die Bildung von Mitochondrien durch sogenannte Biohacks wie Kälte-, Ausdauer- oder Höhentraining, Kalorienrestriktion, Nahrungsergänzungsmittel, ketogene Diät und intermittierendes Fasten positiv zu beeinflussen.

Weiterführende Quellen:

https://www.sportaerztezeitung.de/sporternaehrung-abo/articles/mitochondriale-ernaehrung
https://www.blick.ch/baa/mitochondrien-gut-alles-gut-das-3-punkte-programm-id15116026.html

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